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Christian Baldauf: Landesregierung muss sich für Musikvereine und Chöre einsetzen / Stufenweisen Probenbetrieb ermöglichen

Chöre- und Musikvereine in der Corona-Krise

„Wir müssen jetzt auch an unsere Musikvereine und Chöre im Land denken. Sie brauchen Unterstützung“, sagt der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, im Anschluss an eine Videokonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern der beiden Dachverbände des Kreismusikverbandes und des Chorverbandes Westerwald sowie einem Vertreter für die Musikvereine. An der Videokonferenz hatten auch die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Marion Schneid, und die Westerwälder Abgeordnete, Jenny Groß, teilgenommen.

Im Austausch hatten die Verantwortlichen der Musik- und Chorvereine darauf aufmerksam gemacht, dass der Probenbetrieb schrittweise wieder aufgenommen werden könne. Zum Leidwesen vieler Musikerinnen und Musiker könne seit Wochen nicht gemeinsam geprobt werden.

„Das Vereinsleben ist ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Rheinland-Pfalz und wertvoll für das Miteinander“, erklärt Christian Baldauf, der selbst in einem Männerchor aktiv ist. „Uns geht es darum, dass wir mit unseren Proben wieder beginnen können, das Konzerte und große Veranstaltungen derzeit nicht möglich sind, ist uns bewusst, aber wir müssen uns auch um die Vereinsstrukturen kümmern und um die Jugendarbeit, sonst bricht alles weg“, erläutern Alfred Labonte (Vorsitzender des Chorverbandes Westerwald) und Christoph Zirfas (Kreisjugendmusikleiter).

Bei den Lockerungen, die von Woche zu Woche zunehmen, gibt es immer noch viele Nischen, die unberücksichtigt bleiben bzw. für die es keine klaren Vorgaben und Perspektiven gibt. Die Landesregierung hat auch weiterhin den Probenstart für Vereine und Chöre untersagt, wohingegen in kürze Versammlungen unter Auflagen möglich sind, ist die Zusammenkunft einiger weniger MusikerInnen und Musiker verboten.

„Die Auswirkungen der Krise und die Verzögerungen beim Neustart des Vereinslebens sind immens. Die Chor- und Vereinsszene, ein elementarer Bestandteil der Gesellschaft, braucht ein klares Signal der Landesregierung“, erklären Marion Schneid und Jenny Groß. „Im schlimmsten Falle verlieren die Musikerinnen und Musiker die Lust, am gemeinsamen Musizieren. Das gesellschaftliche Zusammenleben verliert durch das fehlende Vereinsleben erheblich an Qualität und vor allem an Lebensfreude. Unsere Seele braucht aber Musik – einmal mehr, wenn Sorgen auf uns lasten“, betont Baldauf.

Deshalb fordert die CDU-Landtagsfraktion die Landesregierung auf, Vorgaben auf den Weg zu bringen, wann unter Berücksichtigung der Hygienepläne wieder schrittweise gemeinsam musiziert werden kann. Hierzu hat der Chor- und Musikverband Westerwald bereits ein Papier für den stufenweisen Beginn der Proben, mit Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, erarbeitet und dieses auch an die Verantwortlichen auf politischer wie musikalischer Ebene im Land weitergegeben.

„Wir nehmen die Sorgen und Nöte der Musikerinnen und Musiker ernst und fordern daher eine zügige Entscheidung, die den Probenbetrieb ermöglicht“, so Baldauf, Schneid und Groß abschließend.

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