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Arzt mit rotem Stethoskop

Dr. Peter Enders: Landesregierung hat Entwicklung verschlafen

Versorgung mit Hausärzten

In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Hausärzte im Rentenal-ter wie in Rheinland-Pfalz. Das berichtet heute die „Rheinpfalz“. Da-nach waren 18,9 Prozent der Hausärzte in unserem Land im Jahr 2018 mindestens 65 Jahre alt. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Spre-cher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Peter Enders:

 „Diese Zahl zeigt, dass der Mangel an Hausärzten in Rheinland-Pfalz zu ei-nem Gutteil hausgemacht ist. Die Landesregierung hat die Entwicklung trotz aller Warnungen verschlafen. Auf die Gefährdung der ärztlichen Versorgung weisen wir gemeinsam u.a. mit der Landesärztekammer bereits seit Anfang der 2000er Jahre hin. 

Umso bedauerlicher ist, dass die Landesregierung nach wie vor nur sehr zö-gerlich reagiert. So geht sie die von uns vorgeschlagene Landarztquote in Kombination mit einem Stipendienmodell nur halbherzig an. Gleiches gilt für die dringend notwendige Erhöhung der Zahl der Studienplätze im Bereich Humanmedizin. 

Den Ärzten, die über das Rentenalter hinaus weiterarbeiten, müssen wir dankbar sein. Würden sie regulär in den Ruhestand gehen, wären die Folgen für die Versorgung mit Hausärzten katastrophal. Die meisten von ihnen tun dies aus Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Patientinnen und Patienten. Viele Hausärzte finden keine Praxisnachfolge und wissen, dass ein Großteil der Patienten in den ländlichen Gebieten große Schwierigkeiten hat, einen neuen Arzt zu finden. Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Die Landesregie-rung muss handeln.“ 

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Dr. Peter Enders: Landesregierung hat Entwicklung verschlafen

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