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Junk, Ludwig, Schreiner, Brandl

Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden

Trockenheit / Waldbrandgefahr im Land

Blaulicht, Martinshorn, der Löschzug rückt aus – ein Vegetationsbrand wurde gemeldet. Alarmierungen dieser Art häufen sich in den letzten Tagen und Wochen in ganz Rheinland-Pfalz. Seit Wochen ist es heiß und trocken, damit steigt die Wald- und Flächenbrandgefahr im Land weiter an. 42 % der Landesfläche sind mit Wald bedeckt.

„Die CDU-Landtagsfraktion hat sich mit den besonderen Herausforderungen von sog. Vegetationsbränden befasst und Überlegungen zur Waldbrandvorbeugung und -bekämpfung angestellt. Wir brauchen einen besseren Schutz für den Wald als wichtigen Klimaschützer und eine bessere Ausstattung der Feuerwehren“, erklärt der Leiter des Zukunftsfeldes für Klimaschutz und Landwirtschaft, Gerd Schreiner.

Der Feuerwehr-Experte der Fraktion, Dennis Junk, ergänzt: „Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat die Dringlichkeit noch nicht erkannt. In Rheinland-Pfalz ist der Handlungsbedarf groß. Feuerwehren und Wald-Verantwortliche sehen sich neuen, massiven Herausforderungen ausgesetzt. Deshalb macht sich die CDU-Landtagsfraktion für Maßnahmen zur Vorbeugung und sicheren Bekämpfung von Waldbränden stark.“

Zu den Überlegungen der Fraktion gehöre auch eine noch engere Verzahnung von Feuerwehr- und Forst-Ebene. Die Überlegungen der CDU-Landtagsfraktion im Einzelnen:

Brandschutz- und Feuerwehr-Ebene:

1) Einsatzbekleidung der Wehrleute anpassen – weg von der schweren Schutzkleidung (darin schwitzen Feuerwehrleute mehr und müssen schneller ausgetauscht werden). Einsatz von FFP3-Masken (leichtere Gesichtsmasken) und Schutzbrillen.
2) Mehr geländegängige Tanklöschfahrzeuge (TLF), mit entsprechend großen Wassertanks (zur Löschwasserversorgung im Wald) und Ausrüstung zur Waldbrandbekämpfung.
3) Sonderprogramm des Innenministeriums für Feuerwehren. Unkomplizierte und schnelle Bereitstellung von finanziellen Mitteln für unsere Feuerwehren.
4) Länderübergreifende (BaWü, RLP, Hessen und Saar) Hubschrauberstaffel. Hubschrauber, die für Großbrandlagen ausgestattet und in der Lage sind, Löschmittel direkt aus der Luft abzuwerfen.
5) Aus- und Fortbildung zum Thema ‚Waldbrand‘ an Koblenzer Feuerwehr-Akademie intensivieren.
6) Öffentlichkeitsarbeit der Wehren/Feuerwehrverband hochfahren, um über Gefahren durch Waldbrände sowie Ursachen dafür zu sensibilisieren.

Forstliche Wald-Ebene

1) Waldbrandschutzstreifen mit weniger entflammbaren Laubbäumen vor allem in Nadelwäldern oder ebenso 30 Meter breite Waldbrandschneisen völlig frei von Bewuchs. Mischwaldanteile erhöhen. Waldbewirtschaftung in Siedlungsnähe muss auch Totholzentnahme beinhalten.
2) Zugänglichkeit der Wälder für Einsatzfahrzeuge muss gewährleistet sein, d.h. wie passen die Einsatzfahrzeuge zur Wegeinfrastruktur?
3) Wasserknappheit im Wald entgegenwirken – bspw. über Förderprogramme des Umweltministeriums ‚Löschteiche‘ wieder flächendeckend künstlich anlegen.
4) Landesforsten muss mit Wehren vor Ort sog. Löschwasserentnahmestellen jährlich prüfen.
5) Regelmäßige Übungen mit Feuerwehren und Waldarbeitern, Förstern etc.
6) Pilotprojekt mit optischen Sensoren oder Satellitenerkennung zur frühzeitigen Erkennung von Waldbränden bspw. im Pfälzerwald. Kameras, die Rauchsäulen frühzeitig erkennen.

Schreiner und Junk betonen, dass sich Rheinland-Pfalz bei der Verzahnung von Feuerwehr und Forst auch an einem Konzept aus Nordrhein-Westfalen orientieren könne. Innenminister Reul habe dies vor wenigen Tagen vorgestellt. „Innenminister Lewentz muss nur zum Hörer greifen und bei seinem NRW-Kollegen nachfragen“, so Junk und Schreiner abschließend.

Zudem bedanke sich die CDU-Landtagsfraktion bei den vielen Landwirten landauf und -ab, die gerade bei der Vegetationsbrandbekämpfung unterstützen.

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