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Schüler mit Rücken zur Tafel

Michael Wäschenbach / Anke Beilstein: Frau Hubig lässt die Schulen alleine

Überlastungsanzeige Realschule plus Betzdorf / Artikel Rhein-Zeitung

Die Rhein-Zeitung berichtet heute über eine an Bildungsministerin Hubig gerichtete Überlastungsanzeige der Realschule plus Betzdorf. U.a. wird darin kritisiert, dass die Behörden keine Hilfe seien. Sie seien „teilweise zu langsam oder überhaupt nicht aktiv“. Dazu erklären der örtlich zuständige CDU-Landtagsabgeordnete, Michael Wäschenbach, und Anke Beilstein, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion:

Michael Wäschenbach: „Die Realschule plus in meinem Wahlkreis in Betzdorf besuche ich häufiger. Sie ist ein Musterbeispiel für eine Regierungspolitik, die immer nur auf Kante näht. Ab einem gewissen Punkt können selbst engagierteste Lehrkräfte nicht mehr das ausgleichen, was die Landesregierung versäumt. Gerade Schulen, die einen hohen Anteil von Schülern mit einem aus den unterschiedlichsten Gründen besonderen Förderbedarf auf-weisen, müssen adäquat ausgestattet sein. Frau Hubig lässt die Schulen mit ihren Problemen alleine. Die Schilderung des Betzdorfer Lehrerkollegiums ist an Deutlichkeit kaum zu überbieten. Notwendig ist insbesondere mehr Schulsozialarbeit, bessere Sprachförderung in Deutsch als Grundvoraussetzung für eine Beschulung und eine ausreichende Anzahl an Förderschullehrern für Kinder und Jugendliche mit besonderem individuellem Förderbedarf, gerade an dieser Schwerpunktschule. Ich habe auch mit dem Schulsozialarbeiter gesprochen, der gute Arbeit leistet, aber alleine auch nicht alles auf-fangen kann. Eigentlich müsste in jeder Klasse eine personelle Unterstützung der Lehrkraft erfolgen. Mir scheint es so, dass auch die Schulleitung von der Regierung und den vorgesetzten Stellen allein gelassen wurde. Bei meinen Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern in der Schule und bei Schulbesuchen in Mainz, konnte ich viele positive Erfahrungen mit motivierten und leistungswilligen Jugendlichen sammeln, aber erkennen, dass in allen Bereichen Unterstützungsbedarf besteht.“

Anke Beilstein: „Wie viele Brandbriefe und Überlastungsanzeigen braucht Frau Hubig eigentlich noch, bis sie endlich aufwacht? Nach einer Studie des Regional-Elternbeirats Koblenz fallen in Rheinland-Pfalz 2,7 Mio. Unterrichtsstunden aus. Nach IQB-Studien verlässt fast ein Drittel der Kinder die Grundschule ohne richtig Lesen und Schreiben zu können. Der Wissensstand rheinland-pfälzischer Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Biologie und Chemie ist unbefriedigend und liegt unterhalb des Durchschnitts. Hier besteht landauf, landab dringender Handlungsbedarf. Also, nicht anderen in der Kultusministerkonferenz schlaue Ratschläge geben, sondern eigene Probleme vor Ort lösen, Frau Hubig.“

An der Realschule plus Betzdorf zeige sich auch, so Wäschenbach und Beilstein, dass es in Rheinland-Pfalz keine Sprachförderung gibt, die sich nach dem tatsächlichen Förderbedarf der Kinder richtet. Das habe bereits eine Große Anfrage der CDU-Landtagsfraktion herausgearbeitet: „Es ist überhaupt kein System erkennbar, inwieweit die von der Schule beantragten Förderstunden mit den von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zugewiesenen Förderstunden korrelieren. Genau genommen scheint hier wie in Betzdorf der Faktor Zufall Regie zu führen.“

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